DACH & Global – Stand 3. Mai 2026
Die Logistikmärkte bleiben volatil, aber nicht flächendeckend blockiert. Im DACH-Raum stehen weiterhin Energie- und Kraftstoffkosten im Vordergrund: Maersk erhebt aktuell bis 11. Mai Intermodal-Zuschläge von 15 % für Truck/Barge/BCO und 7 % für RCO in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Zusätzlich bleibt der Brenner ein Planungsrisiko: Für den 30. Mai ist auf der Brennerautobahn eine weitreichende Sperre angekündigt, was den Nord-Süd-Verkehr erheblich belasten könnte.
Global verschärft die Lage rund um die Straße von Hormus die Unsicherheit. Heute wurde erneut ein Frachtschiff nahe der Meerenge angegriffen; die Crew blieb laut Meldung unverletzt. Gleichzeitig bleibt der Effekt auf Energie- und Treibstoffmärkte hoch: OPEC+ hat zwar eine moderate Fördererhöhung beschlossen, diese dürfte wegen der Hormus-Beschränkungen aber vorerst nur begrenzt wirken.
Bei den Seefrachtraten zeigt sich kein einheitlicher Preisschock: Drewrys World Container Index sank zuletzt weiter leicht auf 2.216 US-Dollar pro 40-Fuß-Container, trotz geopolitischer Risiken und hoher Treibstoffkosten.
Fazit: Die Lage bleibt angespannt und stark routenabhängig. Unternehmen sollten Kraftstoffzuschläge, Brenner-Planungen und Risiken im Nahen Osten eng beobachten.