News vom 8. Mai 2026
Die Logistikmärkte bleiben angespannt, vor allem durch Energiepreise, geopolitische Risiken und knappe Margen.
Im DACH-Raum stehen weiter Kosten- und Liquiditätsdruck im Vordergrund. Maersk passt die Intermodal-Fuel-Fees für Deutschland, Österreich und die Schweiz ab 11. Mai auf 12 % für Truck/Barge/BCO und 6 % für RCO an. Gleichzeitig warnt Atradius vor steigenden Insolvenzen in der Logistikbranche; besonders kleinere und mittlere Transportunternehmen geraten durch Vorfinanzierung, Dieselpreise und geringe Margen unter Druck.
Ein zusätzliches Planungsrisiko bleibt der Brenner: Für den 30. Mai ist wegen einer Demonstration eine Vollsperrung der A13 samt Ausweichstraßen von 11 bis 19 Uhr angekündigt. Für den Nord-Süd-Verkehr über die Alpen sollte dieser Termin frühzeitig berücksichtigt werden.
Global bleibt die Lage rund um die Straße von Hormus der zentrale Unsicherheitsfaktor. Reedereien berichten weiterhin von höheren Treibstoff-, Versicherungs- und Routenkosten; Maersk beziffert die zusätzlichen monatlichen Kosten infolge der Energiekrise auf rund 500 Mio. US-Dollar. Gleichzeitig zeigen aktuelle Daten rückläufige US-Containerimporte im April, was auf eine vorsichtigere Nachfrage und anhaltende Handelsunsicherheit hindeutet.
Bei den Seefrachtraten zeigt sich wieder leichte Bewegung nach oben: Drewrys World Container Index stieg am 7. Mai um 3 % auf 2.286 US-Dollar pro 40-Fuß-Container, nach drei Wochen Rückgang. Der Markt bleibt damit nicht flächendeckend kritisch, aber deutlich reaktiver auf Zuschläge, Kapazitätssteuerung und geopolitische Entwicklungen.
Fazit: Die Lage bleibt volatil und stark routenabhängig. Unternehmen sollten Kraftstoffzuschläge, Brenner-Termine, Hormus-Risiken und kurzfristige Ratensprünge weiterhin eng beobachten.