Logistik im DACH-Raum: regional stabiler, global weiter unter Druck
Im DACH-Raum bleibt die Lage gemischt: In Deutschland gibt es leichte Signale der Stabilisierung, in Österreich bleibt das Transportumfeld zurückhaltend und in der Schweiz wächst der Logistikmarkt nur moderat. Insgesamt zeigt sich die Branche regional robuster als im internationalen Umfeld, steht aber weiterhin unter hohem Effizienz- und Kostendruck.
Global bleibt die Situation deutlich angespannter. Konflikte im Nahen Osten und der Krieg in der Ukraine belasten wichtige Verkehrsachsen: Im Roten Meer und rund um den Suez-Korridor werden Routen weiter angepasst oder über Afrika umgeleitet, im Schwarzen Meer bleiben Sicherheits- und Versicherungskosten erhöht, und in der Straße von Hormus kam es zuletzt erneut zu massiven Einschränkungen im Schiffsverkehr. UNCTAD verweist zudem darauf, dass Störungen im Roten Meer, im Schwarzen Meer und am Panamakanal Fahrpläne und Handelsrouten nachhaltig verändert haben.
Für Unternehmen heißt das: längere Laufzeiten, volatilere Transportkosten und mehr Bedarf an Flexibilität. Auch die Luftfracht bleibt betroffen, weil Konflikte im Nahen Osten Kapazitäten verringern und Preise treiben. Der Panamakanal arbeitet zwar weiter zuverlässig, wird durch Ausweichverkehre aber stärker beansprucht.