🚛 TANNER Transport Update | KW 38

🚛 TANNER Transport Update | KW 38

Die wichtigsten Transport- und Logistik-News der Woche – kurz & kompakt.

🇨🇭 Rhein & Schweizer Versorgung

Die eingeschränkten Transporte auf dem Rhein belasten weiterhin die Versorgung der Schweiz. Zusätzlich fällt die Raffinerie Cressier vorübergehend aus. Deshalb dürfen bis 20. September 2026 begrenzte Mengen aus den Pflichtlagern für Diesel und Benzin freigegeben werden.

👉 Für Verlader: Binnenschiff-Kapazitäten früh prüfen und bei kritischen Sendungen Alternativen über Strasse und Schiene einplanen.

🇩🇪 Deutsche Seehäfen: Tarifkonflikt noch nicht abgeschlossen

Nach der vierten Verhandlungsrunde liegt ein neues Angebot für rund 11’000 Beschäftigte in Hamburg, Bremen/Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden und Brake vor. Eine endgültige Einigung steht noch aus – weitere Arbeitskampfmaßnahmen bleiben damit grundsätzlich möglich.

Zusätzlich wird die Köhlbrandbrücke in Hamburg vom 18. September, 21:00 Uhr, bis 21. September, 05:00 Uhr vollständig gesperrt.

👉 Für Verlader: Hafen-Vor- und Nachläufe in Norddeutschland mit zusätzlichem Zeitpuffer planen.

🇦🇹🇮🇹 Brenner: Einschränkungen am 19. September

Die saisonalen September-Beschränkungen für schwere Lkw bleiben relevant. Am Samstag, 19. September, gilt auf italienischer Seite zwischen Sterzing und Brenner in Richtung Norden ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 t von 07:00 bis 15:00 Uhr.

👉 Für Verlader: Wochenendtransporte über den Brenner früh disponieren und mögliche Standzeiten einkalkulieren.

🇳🇱 Rotterdam: lokale Schifffahrtsbeschränkungen

Im Hafen Rotterdam bestehen diese Woche temporäre Einschränkungen. Am 14. September wird die Hartelkering abschnittsweise gesperrt; zudem sind am 16./17. September Reservenächte mit eingeschränkter Bedienung der Van-Brienenoordbrug vorgesehen.

👉 Für Verlader: Bei Binnenschiff- und Hafenverkehren in Rotterdam lokale Zeitfenster berücksichtigen.

🌍 Hormus, Rotes Meer & Piraterie

Die Schweizer Wirtschaftliche Landesversorgung meldet weiterhin eingeschränkten Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus sowie Angriffe auf Schiffe am Bab al-Mandab. Die IMO bezeichnet die Lage in Hormus weiterhin als ungelöst. Auch im Roten Meer und Golf von Aden bleibt Piraterie ein ernstes Sicherheitsrisiko.

Gleichzeitig führen Maersk und Hapag-Lloyd einzelne Dienste wieder durch den Suezkanal. Eine generelle Rückkehr aller Ost-West-Verkehre ist dies jedoch ausdrücklich noch nicht.

👉 Für Verlader: Transitzeiten, Sicherheitszuschläge, Versicherungen und Routings weiterhin individuell prüfen.

💡 Einschätzung Tanner Logistics

✅ Rhein-Kapazitäten früh sichern
✅ Hamburg-Zuläufe mit Puffer planen
✅ Brenner-Termine prüfen
✅ Hormus und Bab al-Mandab beobachten
✅ See, Bahn, Strasse und Luft flexibel kombinieren

Tanner Logistics Solutions – persönlich, unabhängig und lösungsorientiert.